Star Trek ist in seiner Entstehungsgeschichte in den späten 60er Jahren als allegorische Erzählung einer Gesellschaft zu lesen, die sich darum bemüht Demokratie und Multikulturalismus unter einen Hut zu bringen. Im Laufe der Jahrzehnte haben unterschiedliche Star Trek Folgen dabei unterschiedliche Akzente gesetzt — immer abhängig vom jeweiligen Zeitgeist, der in den Filmen Eingang fand. In diesem Workshop soll die letzte Episode aus der zweiten Staffel von Star Trek: Strange New Worlds in Ausschnitten gemeinsam gesichtet und analysiert werden. Gerade in der letzten Szene findet sich das Thema „Demokratie“ auf besondere Weise thematisiert. Was sagt dieser Film über die Bedingungen des demokratischen Zusammenhaltes aus? Können wir der filmischen Darstellung bedingungslos zustimmen oder finden wir durch die Analyse der ästhetischen Mittel Anhaltspunkte für Kritik, die sich im größeren Zusammenhang zeitgenössischer Demokratie-Diskurse lesen lassen?
Leitung: Dr. Nathalie Weidenfeld
Sie war zehn Jahre lang Dozentin an der LMU für Filmtheorie, wo sie sich auf (Film-)Narratologie spezialisierte. 2012 veröffentlichte sie die Monografie Das Drama der Identität im Film (Schüren) und den Artikel „Beyond the spectre of postclassical cinema: Understanding the dynamics of Narration in Film“ (Amsterdam International Journal for Cultural Narratology). Nathalie Weidenfeld hat außerdem in der Filmindustrie gearbeitet und Drehbuchschreiben und kreatives Schreiben unterrichtet.
Veranstaltungsdetails
Workshop für Jugendliche — Demokratie im Weltall: Cineastische Visionen der Demokratie in Star Trek Strange New Worlds
📅 26. Juni 2026
🕒 16.00 bis 17.00 Uhr
📍 Humanistische Hochschule Berlin, Grabbeallee 36–40, 13156 Berlin
Die Veranstaltung gehört zum Programm der internationalen Tagung “Historische Ursprünge und humanistische Grundlagen demokratischer Ordnung” am 24.–26. Juni und wird in diesem Rahmen gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Körber Stiftung und Humanismus Stiftung Berlin.