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Künstliche Intentionalität?

Veranstaltungszeit: Donnerstag, 26. Februar 2026,

 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Humanistische Hochschule Berlin, Grabbeallee 36–40, 13156 Berlin

Zur Zuschreibung mentaler Gehalte an KI-Systeme aus humanistischer Perspektive

Vortrag und Gespräch mit Dorothea Winter | Eine Veranstaltung des Humanismus-Kolloquium

Datum: 26. Februar 2026

Uhrzeit: 18.00 — 20.00 Uhr

Ort: Humanistische Hochschule, Grabbeallee 36–40 | Raum 05

In die­sem Vortrag geht es dar­um, wie und war­um vie­le Menschen KI-Systemen Eigenschaften wie „Absicht“, „Verstehen“ oder „Zielgerichtetheit“ zuschrei­ben. Täglich erle­ben wir, dass KI-Systeme Texte schrei­ben oder Entscheidungen tref­fen, die für uns so wir­ken, als hät­ten sie eige­ne Absichten, als wür­de da jemand etwas wol­len.

Der Vortrag nimmt die­se Zuschreibungen genau unter die Lupe. Dorothea Winter ver­sucht zu erklä­ren, was „Intentionalität“ eigent­lich bedeu­tet – ein Begriff, der aus der Philosophie kommt und beschreibt, dass Denken oder Handeln immer „auf etwas gerich­tet“ ist und von einem Subjekt, einem Ich, aus­ge­hen muss.

Aus einer huma­nis­ti­schen Perspektive wird des­halb gezeigt, dass KI-Systeme zwar kom­ple­xe Ergebnisse lie­fern kön­nen, aber kei­ne eige­nen Absichten oder Bewusstsein auf­wei­sen. Vielmehr ent­ste­hen die Wirkungen, die wir sehen, durch unse­re Art, Maschinen mensch­li­che Eigenschaften zuzu­schrei­ben. Diese Vorstellung kann irre­füh­rend sein und Auswirkungen dar­auf haben, wie wir Verantwortung, Autonomie und im Grunde das Menschsein als sol­ches in der digi­ta­len Welt ver­ste­hen. Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltung rich­tet sich an alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Dorothea Winter ist wis­sen­schaft­li­che Mitarbeiterin im Bereich Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Sie war u. a. am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte lie­gen in der Ästhetik, Demokratietheorie, Ethik und der Erkenntnistheorie. Ihr Buch „KI, Kunst und Kitsch. Ein phi­lo­so­phi­scher Aufreger“ erschien 2023 bei Carl Auer; 2026 „KI und Intentionalität“ bei Karl Alber und „KI und Demokratie“ bei Reclam.

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Das Humanismus-Kolloquium ist eine Kooperationsveranstaltung der Humanistischen Hochschule Berlin und der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg. Hier sol­len Lehrende und Forschende sowie an wis­sen­schaft­li­chen Fragen und huma­nis­ti­schen Diskursen Interessierte die Möglichkeit haben, sich aus­zu­tau­schen und Grundsatzfragen eines zeit­ge­nös­si­schen Humanismus zu dis­ku­tie­ren. Die Veranstaltungen sind öffent­lich.

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