KINDER MACHEN UNI: Kinder gründen ihre eigene Universität

Am 13.02.2026 startet die Humanistische Hochschule Berlin ein innovatives Pilotprojekt, das Kinder nicht nur an die Hochschule einlädt, sondern sie aktiv an ihrer Gestaltung beteiligt.

Wie fühlt sich Universität an – und was wol­len Kinder dort eigent­lich erfor­schen? Mit KINDER MACHEN UNI star­tet unse­re Hochschule ein inno­va­ti­ves Pilotprojekt, das Kinder nicht nur an die Hochschule ein­lädt, son­dern sie aktiv an ihrer Gestaltung betei­ligt.

Die Idee ent­stand aus dem künst­le­ri­schen Forschungsprojekt „Parlament der Lebewesen“, das 2024 vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung geför­dert wur­de. Gemeinsam mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen forsch­ten Schüler:innen des Wahlfachs Humanistische Lebenskunde und ihre Lehrkräfte zu Fragen des Zusammenlebens. Die Resonanz war ein­deu­tig: Damit wol­len alle wei­ter­ma­chen!

Genau hier setzt KINDER MACHEN UNI an. Im zwei­ten Schulhalbjahr 2026 kommt an der Humanistischen Hochschule Berlin erst­mals eine inter­ge­ne­ra­tio­nel­le Lerngemeinschaft aus Schüler:innen (4.–6. Klasse), ihren Lehrkräften und Studierenden des Masterstudiengangs Humanistische Lebenskunde zusam­men.

Gründungstag mit Kochtopf, Neugier und gro­ßen Fragen

Am 13. Februar wird die Kinderuni offi­zi­ell gegrün­det: bei einem gemein­sa­men Kennenlernen an der Hochschule, bei dem gekocht, geges­sen, gefragt, gespielt, gemalt und dis­ku­tiert wird. Kinder, Studierende und Lehrende begeg­nen sich auf Augenhöhe und sam­meln Ideen für die Themen, die im Laufe des Jahres wei­ter erforscht wer­den sol­len – in der Schule eben­so wie an der Universität.

Die Fragen kom­men direkt von den Kindern: Sie rei­chen von Natur und Tieren über Gefühle und Gesellschaft bis hin zu Forschung und Zusammenleben. Wichtig ist nicht das Alter, son­dern die Neugier.

Kinder als Mitgestalter:innen uni­ver­si­tä­rer Lehre

In gemisch­ten Teams arbei­ten Schüler:innen gleich­be­rech­tigt mit ange­hen­den Lehrkräften zusam­men. Gemeinsam ent­wi­ckeln sie Workshops für die Kinderuni und berei­ten ein Barcamp vor, das am 30. Mai in den Räumen der Hochschule statt­fin­det. Dieses offe­ne, par­ti­zi­pa­ti­ve Format erlaubt es allen Teilnehmenden, Inhalte und Ablauf selbst zu gestal­ten – ganz im Sinne einer Universität, die von ihren Lernenden mit­ge­dacht wird.

Ein Pilotprojekt mit Zukunft

KINDER MACHEN UNI ist als Pilotprojekt für inter­ge­ne­ra­tio­nel­les Lernen ange­legt und soll künf­tig jedes Schuljahr mit wech­seln­den Schulen statt­fin­den. Ziel ist es, mög­lichst vie­len Kindern früh­zei­tig den Zugang zur Universität zu eröff­nen und klas­si­sche Bildungshierarchien bewusst infra­ge zu stel­len.

Langfristig kön­nen teil­neh­men­de Schüler:innen Teil eines Kinderbeirats wer­den. Dieser berät Studiengangsleitung und Lehrkräfte zu Themen, Methoden und Beteiligungsformen – und bringt damit die Perspektive der Kinder dau­er­haft in die Weiterentwicklung des huma­nis­ti­schen Lebenskundeunterrichts ein.

Mit KINDER MACHEN UNI wird die Hochschule zu einem Ort, an dem Kinder nicht nur ler­nen, wie Universität funk­tio­niert, son­dern mit­ent­schei­den, wie sie sein kann.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Steffen Kohl: s.kohl@humanistische-hochschule-berlin.de

Die voll­stän­di­ge Umsetzung des Projekts erfolgt vor­be­halt­lich einer aktu­ell bean­trag­ten Förderung.

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Rey Krentz