„Für mich war Bildung immer auch ein Stück Freiheit.“

Porträt von Robin Schlenkhoff im Grünen
(c) Konstantin Börner

Im Gespräch mit Robin Schlenkhoff, dem neuen Geschäftsführer der Humanistischen Hochschule Berlin

Groß den­ken, klein anfan­gen und immer wie­der dazu­ler­nen – mit die­ser Haltung blickt der neue Geschäftsführer auf sei­ne Aufgaben an der Humanistischen Hochschule Berlin. Im Interview spricht er über sei­nen Weg, sei­ne Ziele und dar­über, war­um er sich beson­ders auf die Menschen freut, die die Hochschule mit Leben fül­len und prä­gen.

Robin, was hat dich per­sön­lich an der Aufgabe als Geschäftsführer der Humanistischen Hochschule Berlin beson­ders gereizt? 

— ROBIN SCHLENKHOFF: Mich reizt vor allem die beson­de­re Entwicklungsphase, in der sich die Humanistische Hochschule Berlin befin­det. Sie ist eine noch jun­ge Hochschule, und genau dar­in liegt für mich eine gro­ße Chance. Es gibt viel Gestaltungsspielraum, kur­ze Wege und die Möglichkeit, groß­ar­ti­ge Angebote zu ent­wi­ckeln. 

Gleichzeitig steht die Hochschule für etwas, das mir per­sön­lich sehr wich­tig ist, näm­lich den Zugang zu Bildung. Für mich war Bildung immer auch ein Stück Freiheit. Sie hat mir ermög­licht, mei­nen eige­nen Weg zu gehen, beruf­lich span­nen­de Erfahrungen zu sam­meln und unab­hän­gi­ge Entscheidungen zu tref­fen. 

Welche Erfahrungen aus dei­nen bis­he­ri­gen beruf­li­chen Stationen möch­test du in die Weiterentwicklung der Hochschule ein­brin­gen?

— ROBIN SCHLENKHOFF: Ich brin­ge vor allem Erfahrungen aus Organisationsentwicklung, Digitalisierung und (Online-) Marketing mit. In mei­nen bis­he­ri­gen Stationen habe ich gelernt, wie wich­tig es ist, kla­re Ziele zu for­mu­lie­ren, Prioritäten zu set­zen und ein star­kes Team auf­zu­bau­en. 

Für die Hochschule bedeu­tet das aus mei­ner Sicht: Wir müs­sen aka­de­mi­sche Qualität, wirt­schaft­li­che Tragfähigkeit und Zielgruppenorientierung kon­se­quent zusam­men­den­ken. Dazu gehö­ren gute Prozesse, eine stär­ke­re Sichtbarkeit, pas­sen­de Angebote für Studierende und Weiterbildungsinteressierte sowie der sinn­vol­le Einsatz digi­ta­ler Möglichkeiten, z.B. auch von Künstlicher Intelligenz. 

Wo siehst du aktu­ell die größ­ten Chancen für die Humanistische Hochschule Berlin in den kom­men­den Jahren? 

— ROBIN SCHLENKHOFF: Mir geht es dar­um, mit unse­ren Bildungsangeboten mehr Menschen zu errei­chen und auf gesell­schaft­li­che Bedarfe zu ant­wor­ten. Eine huma­nis­ti­sche Hochschule steht für wis­sen­schaft­li­che Bildung, kri­ti­sches Denken, Verantwortung und die Frage, wie wir als Menschen gut zusam­men­le­ben. Wenn wir die­ses Profil klar ver­mit­teln und pas­sen­de Angebote ent­wi­ckeln, kön­nen wir in den kom­men­den Jahren noch stär­ker in die Gesellschaft hin­ein­wir­ken. Auch soll­ten wir unse­re Interessent:innen noch bes­ser ver­ste­hen und dort sicht­bar sein, wo sie sich tat­säch­lich infor­mie­ren, z.B. über Social Media oder digi­ta­le Formate. Wenn wir unse­re inhalt­li­che Stärke mit einer kla­ren stra­te­gi­schen Ausrichtung ver­bin­den, kann die Hochschule in den kom­men­den Jahren deut­lich an Profil gewin­nen. 

Gibt es einen Grundsatz oder ein Leitmotiv, das dich in dei­ner Arbeit beson­ders prägt? 

— ROBIN SCHLENKHOFF: Ein Leitmotiv, das mich in mei­ner Arbeit sehr prägt, ist: groß den­ken, klein anfan­gen und immer wie­der dazu­ler­nen. Ich fin­de es wich­tig, ambi­tio­nier­te Ziele zu haben und eine kla­re Richtung zu ent­wi­ckeln. Gleichzeitig glau­be ich, dass Veränderung am bes­ten gelingt, wenn man sie in kon­kre­te, mach­ba­re Schritte über­setzt. 

Gerade in einer jun­gen Hochschule müs­sen nicht alle Antworten von Anfang an per­fekt sein. Wichtig ist, dass wir gemein­sam los­ge­hen, Dinge aus­pro­bie­ren, Erfahrungen sam­meln und dar­aus ler­nen. So kön­nen aus ers­ten Ideen nach und nach gute Lösungen ent­ste­hen. Diese Haltung passt für mich gut zu einer Hochschule: neu­gie­rig blei­ben, offen aus­pro­bie­ren, kri­tisch reflek­tie­ren und dann den nächs­ten Schritt gehen. 

Worauf freust du dich in den nächs­ten Monaten am meis­ten — und was möch­test du gemein­sam mit der Hochschulgemeinschaft bewe­gen? 

— ROBIN SCHLENKHOFF: Ich freue mich beson­ders auf die Menschen, die die­se Hochschule prä­gen: die Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden und alle Menschen, die mit der Hochschule ver­bun­den sind. Gemeinsam Ideen zu ent­wi­ckeln, Projekte mutig anzu­ge­hen, sie Schritt für Schritt umzu­set­zen und am Ende die Erfolge mit­ein­an­der zu fei­ern. 

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