Im Gespräch mit Robin Schlenkhoff, dem neuen Geschäftsführer der Humanistischen Hochschule Berlin
Groß denken, klein anfangen und immer wieder dazulernen – mit dieser Haltung blickt der neue Geschäftsführer auf seine Aufgaben an der Humanistischen Hochschule Berlin. Im Interview spricht er über seinen Weg, seine Ziele und darüber, warum er sich besonders auf die Menschen freut, die die Hochschule mit Leben füllen und prägen.
Robin, was hat dich persönlich an der Aufgabe als Geschäftsführer der Humanistischen Hochschule Berlin besonders gereizt?
— ROBIN SCHLENKHOFF: Mich reizt vor allem die besondere Entwicklungsphase, in der sich die Humanistische Hochschule Berlin befindet. Sie ist eine noch junge Hochschule, und genau darin liegt für mich eine große Chance. Es gibt viel Gestaltungsspielraum, kurze Wege und die Möglichkeit, großartige Angebote zu entwickeln.
Gleichzeitig steht die Hochschule für etwas, das mir persönlich sehr wichtig ist, nämlich den Zugang zu Bildung. Für mich war Bildung immer auch ein Stück Freiheit. Sie hat mir ermöglicht, meinen eigenen Weg zu gehen, beruflich spannende Erfahrungen zu sammeln und unabhängige Entscheidungen zu treffen.
Welche Erfahrungen aus deinen bisherigen beruflichen Stationen möchtest du in die Weiterentwicklung der Hochschule einbringen?
— ROBIN SCHLENKHOFF: Ich bringe vor allem Erfahrungen aus Organisationsentwicklung, Digitalisierung und (Online-) Marketing mit. In meinen bisherigen Stationen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, klare Ziele zu formulieren, Prioritäten zu setzen und ein starkes Team aufzubauen.
Für die Hochschule bedeutet das aus meiner Sicht: Wir müssen akademische Qualität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Zielgruppenorientierung konsequent zusammendenken. Dazu gehören gute Prozesse, eine stärkere Sichtbarkeit, passende Angebote für Studierende und Weiterbildungsinteressierte sowie der sinnvolle Einsatz digitaler Möglichkeiten, z.B. auch von Künstlicher Intelligenz.
Wo siehst du aktuell die größten Chancen für die Humanistische Hochschule Berlin in den kommenden Jahren?
— ROBIN SCHLENKHOFF: Mir geht es darum, mit unseren Bildungsangeboten mehr Menschen zu erreichen und auf gesellschaftliche Bedarfe zu antworten. Eine humanistische Hochschule steht für wissenschaftliche Bildung, kritisches Denken, Verantwortung und die Frage, wie wir als Menschen gut zusammenleben. Wenn wir dieses Profil klar vermitteln und passende Angebote entwickeln, können wir in den kommenden Jahren noch stärker in die Gesellschaft hineinwirken. Auch sollten wir unsere Interessent:innen noch besser verstehen und dort sichtbar sein, wo sie sich tatsächlich informieren, z.B. über Social Media oder digitale Formate. Wenn wir unsere inhaltliche Stärke mit einer klaren strategischen Ausrichtung verbinden, kann die Hochschule in den kommenden Jahren deutlich an Profil gewinnen.
Gibt es einen Grundsatz oder ein Leitmotiv, das dich in deiner Arbeit besonders prägt?
— ROBIN SCHLENKHOFF: Ein Leitmotiv, das mich in meiner Arbeit sehr prägt, ist: groß denken, klein anfangen und immer wieder dazulernen. Ich finde es wichtig, ambitionierte Ziele zu haben und eine klare Richtung zu entwickeln. Gleichzeitig glaube ich, dass Veränderung am besten gelingt, wenn man sie in konkrete, machbare Schritte übersetzt.
Gerade in einer jungen Hochschule müssen nicht alle Antworten von Anfang an perfekt sein. Wichtig ist, dass wir gemeinsam losgehen, Dinge ausprobieren, Erfahrungen sammeln und daraus lernen. So können aus ersten Ideen nach und nach gute Lösungen entstehen. Diese Haltung passt für mich gut zu einer Hochschule: neugierig bleiben, offen ausprobieren, kritisch reflektieren und dann den nächsten Schritt gehen.
Worauf freust du dich in den nächsten Monaten am meisten — und was möchtest du gemeinsam mit der Hochschulgemeinschaft bewegen?
— ROBIN SCHLENKHOFF: Ich freue mich besonders auf die Menschen, die diese Hochschule prägen: die Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden und alle Menschen, die mit der Hochschule verbunden sind. Gemeinsam Ideen zu entwickeln, Projekte mutig anzugehen, sie Schritt für Schritt umzusetzen und am Ende die Erfolge miteinander zu feiern.