„Gute Hochschulentwicklung entsteht in der Nähe zu den Menschen“

Prof. Dr. Ralf Schöppner über seine Pläne als neuer Hochschulrektor

Bild vom Rektor Ralf Schöppner

Seit Oktober ist Prof. Dr. Ralf Schöppner Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin. Im Video spricht er über seine neue Aufgabe, seine Motivation und darüber, was ihm für die weitere Entwicklung der Hochschule besonders wichtig ist.

Mit Ralf Schöppner hat ein Wegbegleiter der ers­ten Stunde das Rektorenamt der Humanistischen Hochschule Berlin über­nom­men. Bereits als Prorektor Lehre und Professor für Theorie und Geschichte des Humanismus hat er den Aufbau und die Profilbildung maß­geb­lich mit­ge­stal­tet. Seit dem 1. Oktober 2026 steht er nun als Rektor an der Spitze der Hochschule. Dabei ver­steht Ralf Schöppner Hochschulentwicklung vor allem als gemein­sa­me Aufgabe:

„Die Gründung der Humanistischen Hochschule Berlin war eine außer­ge­wöhn­li­che Teamleistung. Sie ist mit ihrem huma­nis­ti­schen Profil ein­zig­ar­tig in der Hochschullandschaft Deutschlands. Ihre Weiterentwicklung wird eben­falls eine gemein­sa­me Aufgabe sein.“

Im Video: Was Ralf Schöppner als Rektor wichtig ist

Wofür steht eine huma­nis­ti­sche Hochschule für ihn und war­um ist sie in der heu­ti­gen Zeit gera­de bedeut­sam?

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Humanistische Bildung weiterdenken

Für die kom­men­den Jahre möch­te Ralf Schöppner das beson­de­re huma­nis­ti­sche Hochschulmodell wei­ter­ent­wi­ckeln. Wissenschaftliche Fachlichkeit und berufs­prak­ti­sche Qualifizierung sol­len dabei eng mit Persönlichkeitsbildung ver­bun­den blei­ben. Reflexionsfähigkeit, ethi­sche Urteilsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Gemeinsinn spie­len dabei eine zen­tra­le Rolle.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung huma­nis­tisch inspi­rier­ter Fach- und Führungskräfte für päd­ago­gi­sche, sozia­le, psy­cho­lo­gi­sche, ethi­sche und kom­mu­ni­ka­ti­ve Berufsfelder. Auch genu­in huma­nis­ti­sche Berufsbilder, etwa in der huma­nis­ti­schen Lebensbegleitung, Beratung, Seelsorge und Feierkultur, sol­len wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Ein wei­te­res Zukunftsthema sind die ethi­schen Herausforderungen der Digitalisierung. Fragen rund um Künstliche Intelligenz, digi­ta­le Verantwortung und gesell­schaft­li­che Regulierung sol­len ver­stärkt in Studium, Forschung und Weiterbildung auf­ge­grif­fen wer­den.

Eines ist Ralf Schöppner auch in sei­ner neu­en Rolle beson­ders wich­tig: die Nähe zu den Studierenden. Deshalb wird er wei­ter­hin in allen Studiengängen leh­ren.

„Der direk­te Austausch mit unse­ren Studierenden bleibt für mich unver­zicht­bar. Gute Hochschulentwicklung ent­steht in der Nähe zu den Menschen, für die wir Bildung gestal­ten.“

Prof. Dr. Ralf Schöppner folgt als Rektor auf den Gründungsrektor Prof. Dr. Dr. h. c. Julian Nida-Rümelin, der der Humanistischen Hochschule Berlin wei­ter­hin als Professor für Philosophie und poli­ti­sche Theorie ver­bun­den bleibt.

▶ Pressemitteilung zum Rektoratswechsel

 

Mehr Infos zur Person

Ralf Schöppner ist seit dem 1. Oktober 2026 Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin und Professor für Theorie und Geschichte des Humanismus. Er lehrt und forscht stu­di­en­gangs­über­grei­fend in den Bereichen Angewandte Ethik, Humanistische Lebenskunde und Soziale Arbeit.

Er ist Präsident der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg. Von 2021 bis 2026 war er Vorstandsvorsitzender des Bertha von Suttner-Studienwerks und von 2014 bis 2024 Geschäftsführer der Humanistischen Akademien Deutschland und Berlin-Brandenburg. Seit 2026 gibt er die Schriftenreihe der Humanistischen Hochschule Berlin im Verlag De Gruyter her­aus.