„Sprechen & Zuhören”: Teilnehmer:innen üben demokratische Gesprächskultur
Zuhören ist eine der anspruchsvollsten Kommunikationskompetenzen. Aber auch eine der wichtigsten: Nur wer zuhört, kann Verständnis für andere Perspektiven entwickeln, selbst wenn man nicht einer Meinung ist.
Am 21. Mai übten rund 25 Studierende der Humanistischen Hochschule Berlin gemeinsam mit externen Gästen genau das im Format „Sprechen & Zuhören”, moderiert von Anja Louisa Schmidt und Gerhild Vollherbst. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Ehrentags zum Deutschen Grundgesetz statt und wurde vom Paritätischen Wohlfahrtsverband gefördert.
Nach klaren Regeln für die sprechende und die zuhörende Rolle tauschten sich die Teilnehmenden zur Frage aus, was lebendige Demokratie im Alltag für sie bedeutet. In Kleingruppen hatte jede Person vier Minuten Zeit, frei von ihren Ideen und Erfahrungen zu erzählen – ohne Zwischenfragen oder Kommentare. Für viele war das eine ungewohnte, aber ermutigende Erfahrung. Auch das konzentrierte Nur-Zuhören stellte sich als lehrreich heraus, wenn auch nicht immer leicht.
Im Abschlussplenum waren sich die Teilnehmenden einig: Dieser Austausch fördert Verständnis und Toleranz auf eine Weise, die im Alltag oft zu kurz kommt. Demokratie ist eben keine abstrakte Staatsform, sondern etwas, das täglich mit uns und durch uns lebt.
Aufgrund der positiven Resonanz wird die Humanistische Hochschule Berlin weitere Gesprächsformate zu diesem Thema anbieten. Genau für dieses Üben demokratischer Kultur bietet „Sprechen & Zuhören” einen geschützten Rahmen. Das Format wurde von Mehr Demokratie e.V. entwickelt und hat bereits tausenden Menschen neue Erfahrungen im Miteinander ermöglicht.
Das nächste Event findet im Rahmen des Monats der Demokratie am 10. September am Campus der Humanistischen Hochschule Berlin statt.

Veranstaltungsdetails
„Sprechen & Zuhören“ – Dialog zur Demokratie im Alltag
📅 10. September 2026
🕒 18:00 – 19:30 Uhr
📍 Humanistische Hochschule Berlin, Aula,Grabbeallee 36–40, 13156 Berlin