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Buchvorstellung — Klaus Heinrich als Religionswissenschaftler

Veranstaltungszeit: Freitag, 4. Dezember 2026,

 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Humanistische Hochschule Berlin, Grabbeallee 36–40 (Aula), 13156 Berlin

Dr. Martin Mettin auf dem Podium

Buchvorstellung — Klaus Heinrich als Religionswissenschaftler. Interventionen und Perspektiven

Was kann Religionswissenschaft zur Aufklärung einer Gesellschaft beitragen? Und was bedeutet es, „Nein“ zu sagen?

Fragen wie die­se zie­hen sich durch das Werk von Klaus Heinrich (1927–2020), einem der eigen­wil­ligs­ten Vertreter der deutsch­spra­chi­gen Religionswissenschaft und Nachkriegsphilosophie.

Freitag, 4. Dezember 2026 · 18:00 ‑19:30 Uhr · kostenfrei · jetzt anmelden

Worum geht es?

1948 gehör­te Heinrich zu den stu­den­ti­schen Mitbegründern der Freien Universität Berlin. Von 1971 bis 1995 lehr­te er dort als Professor für „Religionswissenschaft auf reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­scher Grundlage“. Seine Dahlemer Vorlesungen fan­den weit über die Grenzen sei­nes Fachs hin­aus Beachtung. Viele sei­ner Bücher wur­den aus Mitschriften und Tonaufnahmen sei­ner Studierenden rekon­stru­iert.

Religion als Selbstverständigung und Aufklärung

Religion ver­stand Heinrich als ein Selbstverständigungsunternehmen der mensch­li­chen Gattung, des­sen ver­dräng­te Gehalte es auf­zu­klä­ren gilt. In sei­nem Versuch über die Schwierigkeit nein zu sagen (1964) wird das Neinsagen zur Grundfigur einer kri­ti­schen Anthropologie: zum Widerstand gegen Zerstörung und Selbstzerstörung.

Dabei reicht sein Denken weit über klas­si­sche reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che Fragen hin­aus. Heinrich setz­te sich mit den Vorbedingungen und dem Nachleben des Nationalsozialismus in Deutschland aus­ein­an­der, beschäf­tig­te sich mit Architektur, Kunst und Alltagskultur und frag­te immer wie­der nach den Bedingungen von Selbstaufklärung und Selbstbestimmung.

Ein beinahe vergessener Klassiker neu betrachtet

Der neu erschie­ne­ne Sammelband Klaus Heinrich als Religionswissenschaftler. Interventionen und Perspektiven, her­aus­ge­ge­ben von Moritz Maurer, Kolja Huth und Horst Junginger (Tectum, Baden-Baden 2026, Reihe „Religionswissenschaft und Religionskritik“, Bd. 4), nimmt Heinrichs Werk neu in den Blick.

Neun Beiträge wid­men sich sei­nem Religionsbegriff, sei­ner Auseinandersetzung mit Freud und Heidegger, sei­nem Verhältnis zu Aby Warburg sowie sei­ner Deutung bibli­scher Überlieferung. Ergänzt wird der Band durch eine tabel­la­ri­sche Biografie und eine aus­führ­li­che Bibliografie.

Buchvorstellung und Diskussion

📅 4. Dezember 2026

🕒 18.00 – 19.30 Uhr

📍Humanistische Hochschule Berlin, Grabbeallee 36–40 (Aula), 13156 Berlin

Mitherausgeber Prof. Dr. Horst Junginger von der Universität Leipzig stellt den Band vor. Die Moderation über­nimmt Dr. Martin Mettin von der Humanistischen Hochschule Berlin. Im Anschluss ist Raum für Fragen und Diskussion.

Die Veranstaltung rich­tet sich an Studierende eben­so wie an eine inter­es­sier­te Öffentlichkeit.

Der Sammelband ist im Open Access frei zugäng­lich.

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