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Dr.
Martin

Mettin

Humanistische Lebenskunde | Angewandte Ethik

Profil von Dr.

Martin

Mettin

Lebenslauf

Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wis­sen­schaft­li­cher Mitarbeiter im Bereich Humanistische Lebenskunde sowie Dozent im Studiengang Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Zu sei­nen Arbeitsschwerpunkten zäh­len Bildungs- und Sozialphilosophie, Ethik sowie ästhe­ti­sche Theorie und Praxis. Mit sei­ner aktu­el­len Forschung begibt er sich auf die Suche nach Menschenbildern in der Gegenwartskunst.

Seinen Master erwarb Martin Mettin 2013 an der Freien Universität Berlin. Ab 2014 war er wis­sen­schaft­li­cher Mitarbeiter an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo er 2019 im Fach Philosophie pro­mo­viert wur­de. Forschungsaufenthalte führ­ten ihn an die New School for Social Research und an die Universidad de Valéncia. Von 2020 bis 2023 arbei­te­te er als wis­sen­schaft­li­cher Mitarbeiter beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg.

Martin Mettin war vie­le Jahre in der außer­schu­li­schen Bildungsarbeit tätig. Er führt phi­lo­so­phi­sche Gespräche mit Kindern und enga­giert sich für die Stärkung künst­le­ri­schen Forschens in Bildungskontexten.

Für sein Buch Kritische Theorie des Hörens erhielt Martin Mettin 2021 den Wissenschaftspreis der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen.

Akademischer Bildungsgang

  • 2019: Promotion in Philosophie (summa cum laude), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Dissertation: „Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns“
  • 2010–2013: Master in Philosophie, Freie Universität Berlin, Masterarbeit: „Zur Bedeutung der Akustik im Werk Walter Benjamins“
  • 2007–2010: Bachelor in Sozialwissenschaften und Philosophie, Universität Leipzig, Bachelorarbeit: „Die exzentrische Positionalität bei Plessner und Aspekte der Vernunft bei Kant“

Beruflicher Werdegang

  • seit 2023: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Humanistische Hochschule Berlin AdöR
  • 2020–2023: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR, Ausbildungsinstitut für Humanistische Lebenskunde
  • 2019–2021: Assoziiertes Mitglied (Postdoc), Universität Hildesheim, DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“
  • 2016–2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, DFG-Graduiertenkolleg 1608/2 „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“
  • 2014–2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Philosophie, Fachbereich Geschichte der Philosophie und Kulturphilosophie, Prof. Dr. Johann Kreuzer
  • 2014–2017: Assoziiertes Mitglied (Praedoc), Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin-Brandenburg
  • 2013–2014: Freie Mitarbeit (Werkverträge), Freie Universität Berlin, Institut für Philosophie, Fachbereich Geschichte der Philosophie, Prof. Dr. Anne Eusterschulte
  • 2011–2012: Studentische Hilfskraft, Freie Universität Berlin, Exzellenzcluster „Languages of Emotion“, Prof. Dr. Gunter Gebauer
  • 2008–2015: Pädagogische Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendbildung (u.a. Netzwerk Demokratie und Courage, DGB-Jugend, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Arbeitsschwerpunkte

  • Ästhetische Theorie und Praxis, Kunst- und Kulturphilosophie
  • Praktische Philosophie (Ethik, Anthropologie, Sozialphilosophie)
  • Philosophieren mit Kindern und Philosophievermittlung
  • Philosophie der Bildung und der Kindheit
  • Ideen- und Philosophiegeschichte

„Humanismus bedeutet für mich die Suche nach menschlichem Sinn ebenso wie skeptisches Denken. Fragt Humanismus nach einem Sinn, dann möchte er keine erbaulichen oder vertröstenden Antworten geben, sondern Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Er will die Welt verstehen, um sie besser zu machen. Angesichts der vielfältigen Krisen und Katastrophen unserer Zeit sehe ich daher die Aufgabe einer humanistischen Hochschule darin, durch kritische Wissenschaft für eine humanere Gesellschaft einzutreten.“

Dr.

Martin

Mettin

Veröffentlichungen von Dr.

Martin

Mettin

Publikationen (Auswahl)

Monographie | 2020: Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns, Berlin: J.B. Metzler.
Monographie | 2019: Echo im Sprachwald. Figuren dialektischen Hörens bei Walter Benjamin, Berlin: Neofelis.
Herausgeber | 2021: Tobias Heinze, Martin Mettin (Hg.): „Denn das Wahre ist das Ganze nicht...“ Beiträge zur Negativen Anthropologie Ulrich Sonnemanns, Berlin: Neofelis. 
Herausgeber | 2019: Theodor W. Adorno, Ulrich Sonnemann: „Briefwechsel 1957–1969“, hg. von Martin Mettin und Tobias Heinze, in: Zeitschrift für kritische Theorie, 25. Jg., H. 48/49, S. 167–222.
Artikel | 2023: „Illuminating Paths With Whispers of Dissent. Ulrich Sonnemann’s Overviewed Contribution to Critical Theory“, in: Constelaciones. Revista de Teoría Crítica, Vol. 15, S. 552–564 (open access).
Artikel | 2023: „Humanismus heute: Über Sinn und Zweifel in der Gegenwart“, in: humanismus aktuell, 14. [28.] Jg., H. 2 (open access).
Artikel | 2023: Martin Mettin, Tobias Heinze: „Mehrstimmigkeit suchen. Der Sozialphilosoph Ulrich Sonnemann“, in: taz (open access).
Artikel | 2023: „Vorrang des Materials. Zur ästhetischen Theorie der Negativen Dialektik“, in: Maxi Berger, Philip Hogh (Hg.): Der Vorrang des Objekts. Negative Dialektik heute, Berlin: J.B. Metzler, S. 121–139.
Artikel | 2022: „Über das Menschliche und Unmenschliche in der Kunst“, in: diesseits. Das humanistische Magazin, Nr. 132, S. 10–13 (open access).
Artikel | 2022: „Material“, in: Judith Siegmund (Hg.): Handbuch Kunstphilosophie, Bielefeld: transcript, S. 95–107 (open access).
Artikel | 2022: „Hören“,  in: Judith Siegmund (Hg.): Handbuch Kunstphilosophie, Bielefeld: transcript, S. 479–492 (open access).
Artikel | 2021: „Aufklärung für Kinder im Radio. Walter Benjamins Hörfunksendungen als pädagogische Modelle … auch für die Gegenwart?“, in: Ralf Schöppner (Hg.): Herzensbildung und Urteilsfähigkeit – Elemente moderner humanistischer Bildung, Aschaffenburg: Alibri, S. 97–115.
Artikel | 2021: Martin Mettin, Robert Zwarg: „Gesellschaft“, in: Anne Eusterschulte, Sebastian Tränkle (Hg.): Klassiker Auslegen: Theodor W. Adorno. Ästhetische Theorie, Berlin: De Gruyter, S. 203–218.
Artikel | 2021: „Sonnemanns negative Anthropologie als kritischer Humanismus?“, in: Tobias Heinze, Martin Mettin (Hg.): „Denn das Wahre ist das Ganze nicht ...“ Beiträge zur Negativen Anthropologie Ulrich Sonnemanns, Berlin: Neofelis, S. 79–99.
Artikel | 2021: „Offenheit oder Beliebigkeit? Überlegungen zur praktischen Auflösung des Werkbegriffs in der Gegenwartsmusik“, in: Gesa Foken, Marthe Krüger (Hg.): Offenheitsästhetik. Gründe und Abgründe, Wiesbaden / Berlin: Springer VS, S. 77–89.
Artikel | 2021: „Rezeptivität und Spontaneität des Hörens. Variationen eines Themas nach Ulrich Sonnemann“, in: BjörnBertrams, Antonio Roselli (Hg.): Selbstverlust und Welterfahrung. Erkundungen einer pathischen Moderne, Wien / Berlin: Turia + Kant, S. 196–211.
Artikel | 2020: „Primacía del material: Observaciones para una teoría estética de la Dialéctica negativa“, in: Constelaciones. Revistade Teoría Crítica, S. 117–138 (open access).
Artikel | 2019: „Unbegrenzte Zumutbarkeiten. Ulrich Sonnemanns Kritik der deutschen Ideologie, mit Blick auf seine Exilerfahrung gelesen“, in: Dennis Göttel, Christina Wessely (Hg.): Im Vorraum. Lebenswelten Kritischer Theorie um 1969, Berlin: Kadmos, S. 81–97.
Artikel | 2019: „Immanuel Kant. Kritik der Erfahrung – Spuren der Philosophie Immanuel Kants im Werk Walter Benjamins“, in: Jessica Nitsche, Nadine Werner (Hg.): Entwendungen. Benjamin und seine Quellen, Paderborn: Fink, S. 241–262.
Artikel | 2018: „Musik als Ereignis? Versuch zur ästhetischen Reflexion eines kritischen Begriffs“, in: Arbeitskreis kritischer Musikwissenschaftler*innen Frankfurt am Main (Hg.): Don’t think positive. Zur Kritik des Positivismus in der Musikwissenschaft, Hofheim: Wolke, S. 107–122.
Artikel | 2017, Martin Mettin, Mario Cosimo Schmidt: „Musikalische Aphorismen. Zu Adornos Sechs Bagatellen für Singstimm eund Klavier op.6“, in: Gabriele Geml, Han-Gyeol Lie (Hg.): Durchaus rhapsodisch. Theodor Wiesengrund Adorno: Das kompositorische Werk, Stuttgart: Metzler, S. 73–92.
Artikel | 2016: „Ins Blaue. Derek Jarmans ‚Blue‘ als Kunstwerk im Zeitalter der fortgeschrittenen Kulturindustrie“, in: Zeitschrift für kritische Sozialtheorie und Philosophie, H. 6 (Schwerpunkt: Materialistische Ästhetik), Berlin: De Gruyter, S. 279–299 (peer reviewed).
Artikel | 2016: „Die Geburt des Unmenschen aus dem Schlaf der Sprache. Ulrich Sonnemanns Negative Anthropologie als Sprachkritik“, in: Thomas Ebke, Sebastian Edinger, Frank Müller, Roman Yos (Hg.): Mensch und Gesellschaft zwischenNatur und Geschichte (= Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, Bd. 6), Berlin: De Gruyter, S. 173–189.
Artikel | 2014, Martin Mettin, Nina Rabuza: „Dialektik des Subjekts in der Kritischen Theorie“, in: Karen Koch, Susann Köppl, Johanna Lang (Hg.): Spannungsverhältnis Subjekt?, Berlin: Verlag der Technischen Universität, S. 59–79 (open access).

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