Vortrag von Dorothea Winter
Datum: 29. Januar 2026
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Kreativität? Und was bedeutet das für Bildung, Arbeit und demokratische Teilhabe? Diesen Fragen widmet sich unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Dorothea Winter in einem kommenden Vortrag am Institut für KI und demokratische Transformation.
Das Institut für KI und demokratische Transformation ist eine interdisziplinäre Plattform, die sich mit den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Folgen von Künstlicher Intelligenz befasst. Ziel des Instituts ist es, technologische Entwicklungen nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre Auswirkungen auf Demokratie, Gerechtigkeit und soziale Teilhabe systematisch zu analysieren. In öffentlichen Vorträgen und Diskussionsformaten bringt das Institut Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen und schafft Räume für informierte Debatten über die Zukunft mit KI.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie sich Kreativität unter Bedingungen zunehmender Automatisierung verändert. Kreativität gilt oft als genuin menschliche Fähigkeit und als Gegenpol zur Maschine. Der Vortrag setzt genau hier an und zeigt, dass viele kreative Prozesse auf Routinen, Mustern und Rekombinationen beruhen, also auf Tätigkeiten, die KI Systeme heute bereits in hohem Maße leisten können.
Daraus ergeben sich weitreichende Folgen. Wenn KI kreative Routinen übernimmt, verschieben sich Kompetenzen, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse. Wer KI reflektiert einsetzen kann, gewinnt neue Handlungsspielräume. Wer sich auf automatisierte Vorschläge verlässt, riskiert den Verlust eigener Gestaltungsfähigkeit. Der Vortrag wirft damit einen kritischen Blick auf die Frage, ob KI Kreativität demokratisiert oder bestehende Ungleichheiten weiter verschärft.
Kreativität wird dabei nicht als künstlerische Ausnahmeleistung verstanden, sondern als zentrale Zukunftskompetenz. Probleme neu zu formulieren, Perspektiven zu wechseln und Alternativen zu entwickeln wird entscheidend dafür sein, ob Menschen in einer von KI geprägten Welt handlungsfähig bleiben. Der Vortrag plädiert deshalb für eine stärkere institutionelle und bildungspolitische Verankerung kreativer Kompetenzen.
Der angekündigte Beitrag macht deutlich, dass KI Debatten mehr brauchen als technische Prognosen. Sie brauchen normative Orientierung, gesellschaftliche Aushandlung und die Frage, welche Formen von Zukunft wir ermöglichen wollen.
Ein Vortrag für alle, die KI nicht nur nutzen, sondern verstehen und gestalten wollen.